«Die Nachfolge beginnt im Kopf – nicht beim Notar.»

Roger Lüdi ist Leiter Steuern und Nachfolge und Senior Finanzplaner bei der GKB.
Die eigene Firma in neue Hände zu geben, ist für Unternehmerinnen und Unternehmer ein grosser Schritt. Welche Aspekte in der Nachfolgeplanung zu beachten sind und warum die persönliche Einstellung besonders wichtig ist, erklärt unser Leiter Steuern und Nachfolge, Roger Lüdi.
Roger, was braucht es, damit ich mein Unternehmen erfolgreich in neue Hände geben kann?
Die Frage ist immer, wie zukunftsfähig eine Firma überhaupt ist. Denn diese Zukunftsfähigkeit hat einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfolge. Die Basis dafür liegt im gewählten Geschäftsmodell, in der Angebots- und Nachfragesituation am Markt, der Mitarbeitendenstruktur und im Arbeitsmarkt. All diese Faktoren sind entscheidend dafür, wie erfolgreich ein Unternehmer die Nachfolge aufgleisen und umsetzen kann.
Wie steht es um die emotionalen Aspekte? Vielen fällt es schwer, ihre Firma weiterzugeben.
Das stimmt. Die Nachfolge beginnt im Kopf – nicht beim Notar. Daher ist die persönliche Einstellung der vielleicht wichtigste Faktor in der Nachfolge. Denn hier, beim Unternehmer selbst, startet der eigentliche Prozess. Wichtig ist, dass er einer Nachfolgelösung gegenüber grundsätzlich offen ist. Nur so kann das «Loslassen» gelingen. Ausserdem braucht es in diesem Prozess realistische Ziele und Vorstellungen.
Was bedeutet das?
Es geht darum, sich mit ganz unterschiedlichen Fragen auseinanderzusetzen: etwa, ob die erfolgreiche Weiterführung des Betriebs tatsächlich das oberste Ziel ist und wer die Firma überhaupt übernehmen könnte. Zudem sollte sich die Unternehmerin überlegen, wie viel sie finanziell aus der Firma herausholen möchte, wie hoch die Steuern ausfallen, wann sie bereit ist, die Betriebsführung zu übergeben, oder ob sie die Leitung vielleicht lieber sukzessive abgeben möchte.
Welche weiteren Aspekte gilt es zu beachten?
Wir empfehlen, im Nachfolgeprozess externe Spezialistinnen und Spezialisten beizuziehen. Das können Personen aus dem Treuhand-, Rechts- und Bankwesen sowie aus dem Unternehmensconsulting sein. Auch wir bei der GKB haben entsprechende Fachleute. Sie begleiten das Unternehmen auf dem Weg zu einer individuell passenden Lösung. Dabei ist es zentral, die privaten und betrieblichen Bedürfnisse und Interessen aufeinander abzustimmen. Der Lösungsprozess erfolgt in der Regel in Etappen und erstreckt sich über mehrere Jahre. Es ist also ratsam, sich frühzeitig mit der eigenen Nachfolge zu befassen.
Zum Schluss: Welche Varianten für die Nachfolge gibt es?
Grundsätzlich kann die Nachfolge familienintern oder familienextern erfolgen. Bei familienexternen Lösungen unterscheidet man zwischen dem sogenannten Fremdmanagement mit Familienkontrolle, einer Beteiligung/Übernahme, einem Verkauf oder Teilverkauf, einer Fusion mit einem anderen Unternehmen oder einer Publikumsöffnung (PO). Wenn keine Nachfolge gelingt, ist auch eine Liquidation in Betracht zu ziehen. Gerne unterstützen unsere Fachleute bei massgeschneiderten Nachfolgelösungen.
Sieben Tipps für die Nachfolge.
Über 90 Prozent aller KMU in der Schweiz brauchen in den nächsten Jahren eine geeignete Nachfolgelösung. Mit diesen Tipps gelingt die Stabübergabe.
1. Planen Sie voraus
Eine passende Lösung für die Nachfolge zu finden, ist in aller Regel ein mehrjähriger Prozess. Es ist deshalb empfehlenswert, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen.
2. Holen Sie sich
fachliche Unterstützung
Jeder Nachfolgeprozess ist individuell. Es gilt, unterschiedliche Interessen gegeneinander abzuwägen und wichtige Entscheidungen zu treffen. Lassen Sie sich von Fachpersonen begleiten und beraten.
3. Denken Sie an die
Finanzplanung
Bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden, denken Sie an die steuerlichen und finanziellen Folgen – am besten, indem Sie Ihre finanzielle Situation und das Gleichgewicht zwischen Geschäfts- und Privatvermögen individuell und sorgfältig regeln.
4. Kommunizieren
Sie transparent
Eine gute Kommunikation innerhalb der Familie sowie mit Mitarbeitenden, Lieferanten und Partnern erleichtert den Nachfolgeprozess für alle Beteiligten.
5. Unterstützen Sie
Ihre Nachfolge
Nachfolger sind in der Regel noch keine geübten Unternehmerinnen und Unternehmer. Helfen Sie ihnen dabei, sich zu positionieren und einzuarbeiten.
7. Bereiten Sie sich auf
die Zeit danach vor
Loslassen ist nicht einfach, aber wichtig. Überlegen Sie sich, wie Sie die Zeit nach der Pensionierung nutzen möchten. Die Möglichkeiten sind vielseitig: Sie können beispielsweise ein Beratungsmandat übernehmen, sich für wohltätige Zwecke engagieren oder neue Hobbys ausprobieren.
6. Sichern Sie sich
persönlich ab
Neben der Unternehmensnachfolge sollten Sie auch Ihre persönliche Einkommenssituation und Altersvorsorge absichern. Wichtig dabei ist unter anderem, dass Ihr eigenes Vermögen auch nach der Übergabe geschützt ist.
1. Planen Sie voraus
Eine passende Lösung für die Nachfolge zu finden, ist in aller Regel ein mehrjähriger Prozess. Es ist deshalb empfehlenswert, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen.
2. Holen Sie sich
fachliche Unterstützung
Jeder Nachfolgeprozess ist individuell. Es gilt, unterschiedliche Interessen gegeneinander abzuwägen und wichtige Entscheidungen zu treffen. Lassen Sie sich von Fachpersonen begleiten und beraten.
3. Denken Sie an die
Finanzplanung
Bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden, denken Sie an die steuerlichen und finanziellen Folgen – am besten, indem Sie Ihre finanzielle Situation und das Gleichgewicht zwischen Geschäfts- und Privatvermögen individuell und sorgfältig regeln.
4. Kommunizieren
Sie transparent
Eine gute Kommunikation innerhalb der Familie sowie mit Mitarbeitenden, Lieferanten und Partnern erleichtert den Nachfolgeprozess für alle Beteiligten.
5. Unterstützen Sie
Ihre Nachfolge
Nachfolger sind in der Regel noch keine geübten Unternehmerinnen und Unternehmer. Helfen Sie ihnen dabei, sich zu positionieren und einzuarbeiten.
6. Sichern Sie sich
persönlich ab
Neben der Unternehmensnachfolge sollten Sie auch Ihre persönliche Einkommenssituation und Altersvorsorge absichern. Wichtig dabei ist unter anderem, dass Ihr eigenes Vermögen auch nach der Übergabe geschützt ist.
7. Bereiten Sie sich auf
die Zeit danach vor
Loslassen ist nicht einfach, aber wichtig. Überlegen Sie sich, wie Sie die Zeit nach der Pensionierung nutzen möchten. Die Möglichkeiten sind vielseitig: Sie können beispielsweise ein Beratungsmandat übernehmen, sich für wohltätige Zwecke engagieren oder neue Hobbys ausprobieren.