Zwei Generationen, eine Bank.

Rikke Schmidt Rizzi und ihre Tochter Sophia: Für beide ist die Graubündner Kantonalbank mehr als nur ein Arbeitsplatz.

Als Rikke Schmidt Rizzi bei der Graubündner Kantonalbank anfing, war ihre Tochter Sophia noch nicht geboren. Heute arbeitet die Mutter seit über zwanzig Jahren bei der GKB. Und Sophia hat hier ihre Lehre absolviert. Gemeinsam berichten sie über Werte, Wandel und Generationen im Arbeitsalltag.

Autorin: Nicole Merkel Fotos: Nicola Pitaro

Manchmal beginnt eine Laufbahn nicht mit einem Masterplan, sondern mit Neugier. Rikke Schmidt Rizzi war knapp dreissig, als sie bei der Graubündner Kantonalbank einstieg – ohne klassi­schen Finanz-Background, mit einem Studium fernab der Branche: einem Master of Arts in Ancient Culture, Religion and Ethnicity. «Ich bin quer eingestiegen und habe gemerkt: Das ist spannend.»

Die GKB wurde für Rikke nicht einfach ein Arbeitsplatz, sondern ein Weg, der sie wachsen liess. Aus einer Aufgabe im damaligen Zentralregister wurde Schritt für Schritt Verantwortung: erst als Teamleiterin, später als Gruppenleiterin. Heute ist sie als Senior Specialist Client Lifecycle Management tätig und engagiert sich schwerpunktmässig in Projektarbeiten sowie in bankinternen Netzwerken.

Von klein auf vertraut

Ihre Tochter Sophia kennt die Welt der GKB von klein auf, sei es durch Geschichten aus dem Arbeitsalltag der Mutter, die Teilnahme am «Zukunfts­tag» oder kleine Rollen­spiele zu Hause. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Lehre im letzten Sommer ist sie derzeit im Abgänger­jahr bei der GKB tätig. «Als kleines Kind habe ich gerne Bankerin gespielt», sagt sie und lacht. Als es darum ging, einen Lehrbetrieb zu suchen, war der Schritt zur GKB für sie fast selbst­verständlich. «Für mich war von Anfang an recht klar, dass ich zur Bank will.» Folglich bewarb sie sich bei der GKB – und bekam einen Lehr­vertrag. Das erfüllte Rikke zum einen mit Stolz und zum andern mit Erleichterung. «Ich wusste, wenn sie bei der GKB startet, ist sie in guten Händen.»

Werte, die verbinden

Wenn die beiden über die GKB sprechen, fällt immer wieder ein Wort: Familie. «Es ist wie eine grosse Familie», sagt Rikke – obwohl die Bank rund 1'000 Mitarbeitende zählt und viele Filialen hat. Sophia ergänzt: «Was mir aus meiner Lehre besonders in Erinnerung geblieben ist, sind nicht nur die Fachkurse und Prüfungen, sondern vor allem auch die Erlebnisse wie der gemeinsame Bank­fach­kurs oder die von der GKB organisierte Lernwoche zur Prüfungs­vor­berei­tung.» Für sie sind das Erfahrungen, die zusammen­schweissen: «So sind wir Lernenden auch ausserhalb der Arbeit gute Freundinnen geworden.»

Was Rikke und Sophia besonders schätzen, ist das Vertrauen, das die GKB ihren Mitarbeitenden, und speziell auch den Lernenden, entgegenbringt. «Man traut uns etwas zu – auch im Kundenkontakt», erzählt Sophia. Für Rikke ist genau das ein Zeichen von Entwicklung: weg von Kontrolle, hin zu Verantwortung. Diesen Wandel hat sie über zwei Jahrzehnte erlebt: «Zu Beginn war alles eine Sie-Kultur, heute leben wir die Du-Kultur.» Was früher hierarchischer war und mehr nach Monolog klang, sei jetzt ein Dialog: «Jeder kann sich einbringen und mitgestalten.»

Mit der Zeit gehen

Was sich über die Jahre ebenfalls verändert hat, ist die Art, wie gearbeitet wird. Für Rikke zeigt sich das besonders im Zusammen­spiel von Nähe und Digitali­sierung. «Der Kunde kann heute selbst entscheiden», sagt sie. «Wer den persönlichen Kontakt sucht, bekommt ihn. Und wer alles digital erledigen möchte, kann das genauso tun.» Dieser hybride Ansatz steht für sie sinnbildlich für die GKB: mit der Zeit gehen, ohne sich selbst zu verlieren.

Bei aller Veränderung gab es immer eine Kon­stante: «Das Menschliche, die Kunden und Mitarbeitenden stehen seit jeher im Zentrum», sagt Rikke. Diese Haltung sei über all die Jahre gleich geblieben. Sie bildet laut Rikke den Kern, auf dem Neues entstehen kann, ohne dass Verlässlichkeit verloren geht.

Die nächste Generation

Sophia steht derweil ganz am Anfang. Sie ist dankbar für das, was sie bei der GKB erlebt, und offen für das, was nach dem Abgänger­jahr kommt. «Ich weiss nicht genau, wie meine Zukunft aussieht», sagt sie. Studium, Reisen, neue Impulse. Egal, wohin es geht: Was bleibt, ist das gemeinsame Fundament. Werte, die tragen, dürfen weiter­gegeben werden. Vielleicht ist das am Ende der eigent­liche Grund, warum es sich bei der GKB für beide «richtig» anfühlt: nicht, weil alles gleich bleibt, sondern weil sich Wandel und Verläss­lichkeit nicht ausschliessen müssen.