Mit der Zeit. Seit 1923.
Seit über 100 Jahren ist Jäggi Uhren & Juwelen in Chur verwurzelt. Was das Familienunternehmen bis heute trägt, sind nicht nur Uhren und Schmuck, sondern vor allem Beziehungen – zur Kundschaft, zu Mitarbeitenden und Partnerfirmen.
Autorin: Nicole Merkel Fotos: Renato Stappung, Bixon, und Jœrg Schaarschmidt Publishing

In der Jäggi MANUFAKTUR werden in sorgfältiger Handarbeit individuelle Schmuckstücke geschaffen.

Als die Urgrosseltern von Nicholas Jäggi 1923 den Grundstein für Jäggi Uhren & Juwelen legten, ahnte wohl niemand, dass daraus ein Familienbetrieb mit über 100-jähriger Geschichte entstehen würde. Heute steht Nicholas Jäggi in vierter Generation an der Spitze des Unternehmens. Den einen Grund für den langjährigen Erfolg gebe es nicht, sagt er. Entscheidend sei vielmehr die Bereitschaft, sich immer wieder weiterzuentwickeln. Denn die Welt habe sich verändert – und mit ihr die Erwartungen der Kundschaft.
Vertrauen, das bleibt
Geblieben ist jedoch, was auch schon für die früheren Generationen der Familie wichtig war: persönliche Beziehungen und ein hoher Anspruch an Service und Beratung. «Der Umgang mit den Menschen ist das Wichtigste», sagt Jäggi. Viele Kundinnen und Kunden würden nicht nur wegen eines Produkts zu ihnen kommen, sondern wegen des Vertrauens, das über lange Zeit gewachsen ist.
Dazu tragen auch die Mitarbeitenden bei. Einige von ihnen begleiten die Kundinnen und Kunden des Geschäfts bereits seit vielen Jahren. In einer Zeit, in der vieles schnelllebiger geworden ist, schätzen viele diese Verlässlichkeit. Sie wissen, wer sie berät, und treffen beim nächsten Besuch auf dieselben vertrauten Gesichter.
Da sind Kunden, die als Kinder zum ersten Ohrlochstechen ins Geschäft kamen. Zur Konfirmation erhielten sie ein Schmuckstück aus dem Hause Jäggi geschenkt. Und später suchten sie hier einen Verlobungsring oder ihre Trauringe aus.
Wenn Erinnerungen weiterleben
Besonders sichtbar wird die Verbundenheit in der Goldschmiede. Immer häufiger bringen Kunden Schmuckstücke oder Materialien mit, die eine persönliche Geschichte erzählen. So kann aus einem geerbten Ring beispielsweise ein neues Schmuckstück entstehen, das Erinnerungen bewahrt und gleichzeitig etwas Neues schafft. Für Nicholas Jäggi zeigt sich darin etwas, das weit über Handwerk hinausgeht: die Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Vielleicht ist genau dies das Geheimnis eines Unternehmens, das seit mehr als 100 Jahren besteht. Es bewahrt, was Vertrauen schafft, und entwickelt sich dort weiter, wo Veränderungen notwendig sind. So entstehen Verbindungen, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.

«Beständigkeit bedeutet nicht Stillstand. Man muss bereit sein, sich immer wieder anzupassen.»
Nicholas Jäggi
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