Über viele Jahre verbunden.
Fünf Mitarbeitende, fünf Geschichten. Seit Jahrzehnten arbeiten sie für die Graubündner Kantonalbank und haben miterlebt, wie sich die Bank, die Arbeitswelt und die Kundenbedürfnisse verändert haben. Geblieben sind Erinnerungen, Beziehungen und Werte, die über die Zeit Bestand haben.
Autorin: Melanie Sinniger Fotos: GKB


Ausgerechnet in einer Bank gelandet
Cilgia Rest, Leiterin Region Scuol
Eigentlich wollte Cilgia Rest nie bei einer Bank arbeiten. Zu langweilig, dachte sie damals. Ihrem Vater, der während 40 Jahren eine GKB Agentur in Susch führte, machte sie früh klar, sich nicht in ihre Stellensuche einzumischen. Doch dann kam die Anfrage für den Schalter in Samnaun. Eine Wintersaison dort zu verbringen, klang alles andere als eintönig. So begann ihre Laufbahn bei der GKB. Heute leitet sie die Region Scuol mit 27 Mitarbeitenden. Vieles hat sich seit ihrem Einstieg verändert: Hierarchien sind flacher geworden, Beratungsräume offener. Geblieben sind für sie die Nähe zur Kundschaft und das Vertrauen, das in persönlichen Gesprächen entsteht.

Als Wertschriften noch im Jutesack reisten
Arno Caviezel, Berater KMU in Ilanz
An einer Berufswahlschau in Laax wurde Arno Caviezel erstmals auf die GKB aufmerksam. Die Mitarbeitenden aus der Region überzeugten ihn, eine Schnupperlehre zu absolvieren – der Beginn einer mittlerweile über 30-jährigen Laufbahn. An seinen ersten Arbeitstag im Kassenobligationenbüro erinnert er sich noch gut: an ein familiäres Team und Zinssätze von über 7½ Prozent. Besonders präsent sind ihm die Zeiten, als Bargeld und Wertschriften noch in Jutesäcken zur Post gebracht wurden. Heute prägen Digitalisierung und Formalitäten den Alltag stärker. Eines hat sich für ihn jedoch kaum verändert: der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden und die Bereitschaft, gemeinsam Lösungen zu finden.



Technik ersetzt den Menschen nicht
Heidi Ferkl, Leiterin Service Center St. Moritz
Zur GKB kam Heidi Ferkl eher zufällig. Nach Jahren in der Hotellerie suchte sie eine neue berufliche Perspektive – und fand sie als Quereinsteigerin bei der Bank. Ihr erster Arbeitstag fiel mitten in einen Grossumbau: Das Erdgeschoss und der erste Stock des Gebäudes in St. Moritz waren ausgehöhlt, die Schalter in Containern untergebracht. Flexibilität war gefragt. Heute leitet sie das Service Center St. Moritz. Die Digitalisierung habe vieles verändert, sagt sie. Doch eines sei über die Jahre gleich geblieben: Wertschätzung und Vertrauen entstehen im persönlichen Kontakt. Der menschliche Faktor lasse sich auch durch die beste Technik nicht ersetzen.

Vertrauen wächst mit der Zeit
Patrik Nay, Leiter Private Banking Chur
Wer heute ein Konto eröffnet, erledigt vieles digital. Als Patrik Nay seine Lehre bei der GKB begann, wurde sein erstes Lohnkonto noch von Hand in ein Registerbuch eingetragen. Seither hat er die Entwicklung der Bank über Jahrzehnte hinweg aus nächster Nähe erlebt. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm das 125-Jahr-Jubiläum 1995, als alle Mitarbeitenden eine Reise geschenkt bekamen. Für ihn ging es nach London. Heute leitet er ein Private-Banking-Team in Chur. Was ihn seit Jahrzehnten begleitet, sind die persönlichen Beziehungen zu Kundinnen und Kunden – und ein Vertrauen, das mit der Zeit gewachsen ist.



Begleitung über Generationen hinweg
Karin Pasquale, Leiterin Private Banking Chur
Schon mit 15 Jahren wusste Karin Pasquale, wohin ihr beruflicher Weg führen sollte. Die Verbindung von Zahlen und Menschen faszinierte sie – und machte die GKB zu ihrer ersten Wahl. Nach der Lehre betreute sie Kundinnen und Kunden an verschiedenen Standorten im Kanton, bevor sie nach Chur wechselte. Besonders gern begleitet sie Menschen über viele Jahre hinweg bei Fragen rund um Vermögen, Anlagen und Vorsorge. Ein wichtiger Meilenstein war ihre Berufung in die Direktion im Jahr 2005 – als dritte Frau in der Geschichte der Bank. Trotz aller Veränderungen ist für sie eines konstant geblieben: Im Mittelpunkt stehen die Menschen und die Beziehungen, die oft über Generationen wachsen.
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